Artículo sobre el ecoturismo de Fuerteventura en la Prensa Alemana

Fruto del presstrip que la Asociación Smart Fuerteventura en colaboración con el Patronato de Turismo de Fuerteventura efectuó el pasado mes de abril con la ayuda además de diferentes ayuntamientos de la isla y empresas privadas.

Este articulo ha sido publicado en el diario alemán Nürnberger Nachrichten con tirada de 286035 ejemplares, y con un valor real en el mercado de 27.450 € según nos hace saber la Oficina Española de Turismo de Berlin.

Su autora ha sido Edith Kern-Miereisz. El artículo destaca la oferta rural de la isla en contraposición de la de sol y playa, haciendo especial mención a fincas como VerdeAurora, a profesionales afincadas en Fuerteventura como Hannelore von der Twer, a queserías de prestigio como Maxorata, Julián Díaz, o María Jesús Rodriguez en Tetir, sin olvidarse de Oasis Park, y la oferta pesquera de la isla :

Kostbar karg

Ökotourismus auf der Kanareninsel Fuertevetura 

Von Edith Kem-Miereisz (Text)

Barranco de las Peñitas

Barranco de las Peñitas

o sind wir denn hier gelandet?“. Das ist, so erzählen es die Urlaubs–Verantwortlichen auf Fuerteventura, die typische Vorwurfs-Frage von Touristen, wenn sie zum ersten Mal die Umgebung auf der Kanaren-Insel sehen. Wüste, karge vulkanische Landschaft, oft Wind. Fuerteventura liegt auf der Höhe von Marokko. Afrika ist 120 Kilometer entfernt.

Einer der ersten weltbekannten Urlauber hier War 1971 Willy Brandt. Danach kannten viele die Adresse in Spanien. Der starke Wind zieht Surfer und Kiteboarder an. Die über 50 langen, oft menschenleeren Sandstrände ermöglichen kilometerweite Wanderungen. Vor rund 25 Jahren begann der Okotourismus auf der Insel. Aus zarten Anfängen wurde ein breites Angebot. Das fängt bei den Unterkünften an. In vielen Ortchendie Insel hat nur insgesamt 110 000 Einwohner, aber jährlich rund 776 000 deutsche Touristen – gibt es kleine Her– bergen mit ein paar Zimmern oder Häusern im traditionellen spanischen Baustil, die „Casas rurales“.

Eine davon ist die Bio-Farm Verde Aurora in Tenicosquey, wo Olivenöl und Aloe vera nach ökologischen Gesichtspunkten angebaut werden. Bezaubernde Stille herrscht in der Nacht. Nur das Zirpen der Grillen ist zu ver– nehmen. Am Tag erklärt Jungunternehmer Luis Mesa Mendez Besuchern mit Leidenschaft seinen Betrieb. Nach seinem Architekturstudium in Madrid, so erzählt er, habe er festgestellt: „Ich bin ein Mann des Lands“ und übernahm die Finca der Vorfahren.

Das Filet der Aloeblätter wird vom jungen Unternehmen Vidaloe in Antigua zu Gel, Körperlotion, Seife oder Bodywash aus der Pflanze mit vielfältiger Heilwirkung verarbeitet. „Der Doktor aus dem Blumentopf“ wird die Aloe vera auch genannt. Das mit Hingabe restaurierte Herrenhaus der Farm Verde Aurora ist umgeben von Plantagen der Wüstenpflanze mit den gelben Blüten. Hannelore von der Twer, die aus Deutschland stammt, gründete vor über zwei Jahrzehnten die erste Wanderfirma auf Fuerteventura. 24 Routen auf den alten Königswegen, auch mit Veranstaltungen und Festen, wurden mittlerweile ausgearbeitet. Eine der schönsten ist die Wanderung unweit der alten Hauptstadt Betancuria von Vega de Río Palmas, vorbei am unvollendeten Stausee de las Peñitas durchs Palmental zur kleinen Marienkapelle von Nuestra Señora de la Peña.

Dahin kann man Damiano Pregnolato von Natoural Adventure bestellen, der Trekking- und Bike-Touren organisiert und einen per Minibus an den Strand nach Ajuy bringen kann. Schon zigmal musste Pregnolato die Frage beantworten, warum er sich als Italiener nach Spanien umsiedelte. Fast störrisch sagt er: „Ich ziehe das hier vor!“.

 In Ajuy wartet ein Naturschauspiel. Die schwarze Höhle „Caleta Negra“, in der die Meeresbrandung bizarre Formen aus dem Lavagestein schuf. Der Sonnenuntergang im Fischerörtchen Ajuy ist darüber hinaus die ideale Kulisse für ein Souvenir Lädchen mit künstlerischem Anspruch. Trece Peces wurde aufgebaut von den Marketing Leuten Chari und Iñaki González, die ein alternatives Leben suchten.

Sie gehören zur jungen Künstler- und Unternehmer-Szene auf Fuerteventura, die sich vernetzt und auf traditionelle Erwerbsformen setzt. Auf Fischfang, Ziegenhaltung und Käseherstellung oder auch auf Kunst und Kunstgewerbe.

Auf der wasserarmen Insel Fuerteventura kämpfen die Menschen seit Jahrhunderten ums Uberleben. In der Gegenwart sind es Flüchtlinge, die aus Afrika anlandeten. Miserable Zeiten zwangen die Inselbewohner oft zum Auswandern. Die Kunst, aus dem Wenigen etwas zu schaffen, gehört zu ihrer Lebensweise. In 14 Museen lässt sich das studieren.

Eines widmet sich der Produktion des berühmten Majorero Ziegenkäses. Das europaweit preisgekrönte Produkt wird in der Fabrik Maxorata industriell hergestellt und kontrolliert. Aber es gibt auch Ziegenhöfe, die den „Queso artesano“ aus Rohmilch in Handarbeit produzieren, nur direkt vermarkten oder an kleine Märkte verkaufen.

 Der Hof Von Julian Diaz in Tiscamanita, der in dritter Generation seinen Betrieb mit 400 Ziegen bewirtschaftet, gehört dazu. Frei, nicht wild, leben die meisten Ziegen auf Fuerteventura. Die vielfach in Denkmälern verewigten Cabras werden von Ziegenhirten gehütet oder verbringen ihre Tage im Stall, zusätzlich versorgt mit Mais oder Wurzelteppichen. Aus der Milch stellt der Bauer weichen oder harten Ziegenkäse her. Die Molke wird an die Schweine verfüttert.

Ein Betrieb, der kreativ mit Ziegenmilch umgeht, ist die Käserei von Maria Jesüs Rodríguez de Vera in Tetir. Sie produziert nicht nur die klassischen Laibe, sondern ummantelt ihr Produkt mit rotem Paprika oder dem tiefroten Saft der Kaktusfeige, stellt Frischkäse mit Schokoladengeschmack her oder Likör aus Ziegenmilch. Ideen einer erfinderischen Bäuerin.

Im Oasis Park in La Lajita glaubt sich der Oko-Reisende im ersten Moment fehl am Platz; versehentlich gelandet in einer Art Vergnügungspark. Die Verantwortlichen allerdings – Botaniker und Zoologen – richten ihren Fokus auf die Rettung bedrohter Pflanzenarten, die nur auf Fuerteventura vorkommen. Sie schaffen Rückzugsgebiete für seltene Tiere und unterrichten Schulklassen im Umweltschutz. Das Dromedar Fuerteventuras, als Lasttier früher gebräuchlich, später fast ausgestorben, erlebte durch den Tourismus eine Renaissance. Die Tiere ziehen bei Ausritten mit Urlaubern über das Land. In Zukunft soll die Kamelmilch vermarktet werden, sie gilt als ver– träglich bei Diabetes und Laktoseintoleranz.

In Morro Jable im Süden der Insel werden bedrohte Karettschildkröten aufgezogen. Die Meeresbewohner, von denen die Quallen an den Stränden in Schach gehalten werden, waren ebenfalls fast ausgerottet. Das Projekt wird wissenschaftlich beobachtet und vom spanischen Königshaus begleitet.

Im 2015 eröffneten Reservat „Reserva Starlight Fuerteventura“ lassen sich nachts in seltener Klarheit mit astronomischen Instrumenten die Milchstraße beobachten, die Krater auf der Oberfläche des Mondes studieren oder der Jupiter immerhin erahnen – akribisch-unterhaltsam erläutert von Experten wie Enrique de Ferra Fantín. Sicasumbre mitten im „großen Nichts“ der Insel, jetzt noch mili– tärisches Sperrgebiet, das man in ein Biosphären-Reservat ver– wandeln möchte, ist ein bekannter Sterngucker-Punkt. Kein Fremdlicht stört die Dunkelheit.

1924 ritt Dichter Miguel de Unamuno auf einem Dromedar über die Insel. Gerne Wird zitiert, was er dabei niederschrieb. Man müsse, so de Unamuno, zwei Mal weinen, wenn In larl nach Fuerteventura kommt. „Einmal wenn man ankommt, ein zweites Mal, wenn man gehen muss.“

Mehr Informationen: Spanisches Fremdenverkehrsamt in Berlin Tel.: (030)8826543 www.spain.info/de Patronato de Turismo de Fuerteventura Tel.: (0034/928)530844 und (0034/928)852016 WWW.Visitfuerteventura.es/de Beide haben diese Reise Unterstützt.

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