En la ITB de Berlín se presentó el folleto de la editorial Silent World sobre Fuerteventura

En el marco de la ITB de Berlín, la isla también presentó el primer folleto para usuarios alemanes, editado por la editorial alemana Silent World, sobre buceo, deportes náuticos y ciclismo.

Fuerteventura

Fuerteventura

Editorial:

Fuerteventura, bekannt durch seine wunderschönen endlosen Strände,mehr als 300 Sonnentage im Jahr und das angenehme Klima, hat noch viel mehr zu bieten. Die Insel ist im Jahr 2009 von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt worden. Seither laufen viele ambitionierte Programme, um diesem Prädikat mehr als gerecht zu werden.

Fuerteventura liegt nur vier Flugstunden von Deutschland entfernt und ist eine Insel, die entdeckt werden möchte. Sie ist die zweitgrößte der Kanareninseln, aber mit nur 60 Einwohnern pro Quadratkilometer eine der am dünnsten besiedelten. Das bietet viel Raum für herrliche Landschaften und Oasen der Ruhe, wenn man sich aus der Komfortzone der Hotels auf Entde- ckungstour begibt. Mit dem Mietwagen, zu Fuß – oder per Fahrrad!

Wer die karge Schönheit und die faszinie- renden Landschaften der Insel kennt, wird staunen, wie viel Leben in den Gewässern um Fuerteventura zu finden ist. Als Tauch- destination noch nicht so bekannt, bietet das Revier eine bizarre Unterwasserland- schaft, die von vulkanischen Aktivitäten gekennzeichnet ist. Der Fischreichtum vor der Insel wird durch das stark reglementierte Fischen positiv beeinflusst.

Riesige Fischschwärme, Zackenbarsche und Barrakudas gehören genauso zu den ständigen Begleitern wie der Engelhai, den es fast nur noch auf den Kanaren gibt. Wale, Delfine und Meeresschildkröten zählen zu den Spezies, die hier auf Fuerteventura das ganze Jahr über anzutreffen sind.

Durch den Nordostpassat, der über die Insel weht, hat sich Fuerteventura zu einem der Topziele für Wind- und Kitesurfer entwickelt. Besonders die langen Sandstrände im Nor- den und im Süden der Insel ermöglichen es Anfängern genauso wie Profis, ihrem Sport nachzugehen. Für die erfahreneren Wind- und Kitesurfer hat die wilde Westküste mit ihren Wellen und den einsamen Buchten einen besonderen Reiz.

Um die Insel Lobos herum, in Corralejo und auch an der Westküste sind die Reviere der Wellenreiter. Fuerteventura gilt seit einigen Jahren als Geheimtipp unter den Surfern für guten Swell und unberührte Natur. Im Nordwesten haben sich einige kleinere Dörfer zu richtigen Surfhochburgen entwickelt.

Machen Sie sich auf den Weg und entdecken Sie die anderen Seiten von Fuerteventura!

TAUCHPARADIES Fuerteventura  Text// Matthias Bergbauer

Fuerteventura

Manchmal braucht man erst mal einen richtigen Überblick.

Zumindest, wenn man wissen möchte, was Fuerteventura in Sachen Tauchen eigentlich alles zu bieten hat. Dazu sind wir von der Nordspitze der Insel über die Ost- und Südseite bis zur Südwestspitze ab- getaucht. Hier stellen wir acht Empfehlungen für den perfekten Tauchurlaub vor.

Corralejo war bis in die 70er Jahre noch ein verschlafenes Fischerdorf. Heute hat es rund 15.000 Einwohner, ist der Ferienhotspot im Norden der Insel und be- wahrte sich zugleich einiges an südländischer Atmosphäre. Manches ist hier anders als
in den großen, im Süden gelegenen Touristenzentren. Corralejo hat einen lebhaften, gewachsenen Ortskern mit zahlreichen Restaurants, Cafés, Pubs, Boutiquen, Supermercados und Diskotheken. Hier ist auch nachts noch was los, mehr als irgendwo sonst auf Fuerteventura, mit internationalem Publikum. Neben den großen Hotelanlagen am Strand gibt es auch viele zentral gelegene Appartements, Hotels und Pensionen.

barracurasNahe dem Hafen mit seinen Fischerbooten und Segelyachten befindet sich das Punta Amanay Diving Center von Gegge Frey und Kristof Callewaert. Quasi vor der Haustür haben sie die Isla de Lobos. Das Revier um diese Insel ist Naturschutzgebiet und bietet mit 20 Tauchplätzen viel Abwechslung in Tiefen zwischen acht und 40 Meter. Selbst flache Tauchspots mit zehn Meter Tiefe sind hier interessant für erfahrene Taucher. Zum Beispiel Bajón del Río in der Meerenge zwischen Corralejo und Lobos. Der Platz ist nur etwa zehn bis 16 Meter tief, hat aber drei spektakuläre Lavasteinformationen. Diese erinnern an sehr breite, flachhütige Pilze. Schon beim Abtauchen sehen wir die vielen Fische, die von den schützenden Überhängen magisch angezogen werden. Gruppen von Streifenbrassen, Gelbflossen-Makrelen, einzelne Zackenbarsche, Feilen- und Papagei- fische, ein Trupp Barrakudas – hier ist vieles zu Hause. Das Beste: Alles lässt sich ganz in Ruhe beobachten und fotografieren. Am Tauchplatz Calamareo, vor der Nordspitze Fuerteventuras, gibt es dann die Großfische, die einfach zu dieser Insel dazugehören: Ein paar große  Stachelrochen und zwei Engelhaie lassen uns auf Armeslänge heran, ein Adlerrochen zieht im Freiwasser vorbei. Und im Sand-Fels-Areal geben die roten Gorgonien tolle Fotomotive ab. Auch an Land hat Corralejo Spektakuläres zu bieten: Südlich des Ortes erstrecken sich sieben Kilometer lange traumhafte, naturbe- lassene Sandstrände, unterteilt von mehre- ren erstarrten Lavazungen. Zum Hinterland gehen die Strände in das riesige Wanderdü- nengebiet El Jable über, das bereits seit 1982 unter Naturschutz steht.

Caleta de Fuste Unser nächstes Ziel ist der Ferienort Caleta de Fuste an der gro- ßen, geschützten Badebucht Playa del Castillo. Besonders ansprechend ist der nordöstliche Bereich der attraktiven Bucht. Hier befinden sich der schmucke Yachthafen, geschützt von einer langen Mole, und die familienfreundliche Hotelanlage Barceló Castillo Beach Resort, gute Restaurants, Cafés und eine ausgedehnen Uferpromenade. Gerade das Barceló trägt mit seiner preisgekrönten Architektur und erfreulich niedriger Bauhöhe maßgeblich zum schönen Gesamteindruck bei.

Nahe der Mole erhebt sich der schwarze Rund- turm Castillo de Fuste, einer der besterhaltenen Wachtürme der Insel. Hier, im Hafen am Ende der Mole untergebracht in einem ebenso modernen wie praxisgerechtem Gebäude, befindet sich die Basis Deep Blue Diving von Volker Berbig und Roland Martensson.

Dank der exklusiven Lage hat man auch gleich ein waschechtes Hausriff. Von der Ba- sis geht es direkt ins Wasser und mit wenigen Flossenschlägen zur Außenseite der Mole.

submarinismoIn dem ausgedehnten Gelände genug für mehrere Tauchgänge – gibt es eine Menge zu sehen. Zu den Highlights gehören Engelhaie, von denen eigentlich immer welche anzutreffen sind, in der Winterzeit praktisch garantiert. Zu den typischen Begegnungen zählen hier unter anderem zwei Arten von  Kugelfischen, Feilenfische, Schermesser- fische, Seehasen, Meerbarben, Brassen, Eidechsenfische, Barrakudas, oft auch Seepferdchen. Das alles in nur etwa drei bis acht Meter Tiefe.

Entlang der Felsküste, vor dem kleinen Dorf Salinas del Carmen, das sich südlich von Caleta de Fuste erstreckt, gibt es rund 20 Tauchplätze. Das ganze Tauchrevier vor Salinas ist charakterisiert von schroffen Felsformationen, Dropoffs und Steilwänden, dazu Hänge mit gemischten Fels- und Sandzonen. Bei dem Platz Tesoro Negro etwa bildet die Steil- wand im unteren Bereich Überhänge aus, von denen Büsche der Schwarzen Koralle herabhängen. Eine surreale Szeneriemit etwas Fantasie erscheint sie wie ein riesiges Felskinn, aus dem Bartzotteln wachsen.

Wir kommen zu einem Geröllhang und treffen auf zwei Dutzend große Zackenbarsche. Ein Stück weiter schwebt ein großer Trupp Barrakudas im Freien. Und dann noch ein kapitaler Stachelrochen, der sich beim Wühlen nach Nahrung im Sandgrund nicht stören lässt. Ebenso bizarr zerklüftet ist La Emboscada, unser nächster vor Salinas gelegener Tauchspot. Im Flachbereich tummeln sich stellenweise erstaunliche Mengen an Lippfischen und nach einer Steilwand mit mächtigen vorgelagerten Felsgruppen zieht sich ein spannendes Fels-Sand-Areal seewärts in die Tiefe raus. Im Logbuch notieren wir später Engelhai und Zackenbarsche, Krabben, Schwärme von Mönchsfischen, Papageifische, Ro- chen, einen großen Sardinenschwarm und Dutzende Barrakudas.

Costa Calma Mit Costa Calma haben wir die Halbinsel Jandia erreicht, das schmale Südende Fuerteventuras. Auf Jandia reihen sich – ein Markenzeichen der Insel – kilometerlange goldgelbe Traumstrände aneinander. Ein Ferienparadies für Familien mit Kindern, Badeurlauber und Sonnenanbeter, Surfer und Taucher. Dazu kommt ein umfangreiches Angebot an großen Hotelanlagen, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Pubs und Diskotheken es ist ein Küstenstreifen mit lebhaften Ferienorten, unterbrochen von immer noch nahezu unberührten Strandabschnitten. In Costa Calma geht es vergleichsweise ruhig zu, mit guten Familienangeboten und wenig Nachtleben. Dafür hat die Unterwasserwelt viel zu bieten.

Im Costa Calma Beach Resort betreiben Simona Tietze und Kay-Uwe Cramm seit 16 Jahren die Tauchbasis Fuerte Divers.

An den rund 20 Tauchplätzen entlang ihres Küstenabschnittes geht es vorwiegend flach rein und die meisten haben eine maximale Tiefe bis 16 Meter, einer bis 24 Meter. Am Tauchplatz Boot Tower haben die beiden über viele Jahre ein künstliches Riff angelegt mit zwei Dutzend versenkten, abgewrackten Holzbooten sowie selbst montierten Würfelkonstruktionen aus submarinismoAluminiumstangen. Das Areal ist zu einer Oase des Lebens geworden: Muränen, darunter auch Babyexemplare, leuchtend rote Meerbarbenkönige in großen Ansammlungen, Goldstriemenschwärme, ein riesiger Barrakudaschwarm, ein paar große Rochen, ein Seepferdchen und einiges mehr haben sich dieses künstliche Riff erobert.

Dass dies bei den Tauchgästen der Fuerte Divers einer der beliebtesten Plätze ist, wundert kaum. Am Tauchplatz Dragon Reef halten sich, typisch für den Herbst, viele Engelhaie auf, außerdem lassen sich Zackenbarsche, Tigermuräne und Seehasen blicken. Im Frühjahr soll es hier Unmengen von Nacktschnecken geben. Schließlich noch der Platz Tausend und ein Auge. Neben Hunderten Barrakudas, einigen Zackenbarschen und anderen Fischen ist hier seit zwei Jahren ein riesiger Schwarm Bastard-Grunzer heimisch geworden. Nur ein kleines Stück südlicher an der Costa Calma, bei der Playa de Sotavento, liegt unser nächstes Ziel: Die Tauchschule Acuarios Jandia von Olivia Buschmann und Bernd Lehmann im Sotavento Beach Club.

Die traditionsreiche Basis gibt es schon seit 1988, von Olivia und Bernd wird sie seit 2000 geführt. Man fährt hier rund zehn Tauchplät- ze an, wenn es das Wetter mal erlaubt, auch zwei an der Westküste gelegene. Am Tauch- platz Chupadero, nur zehn Minuten entfernt, erlebt man ein großes Highlight mit kleinen Fischen: Baby-Engelhaie. Diese Kinderstu- be – die Tiere sind oft nicht größer als eine Handfläche – ist nur zwei bis acht Meter tief. Man kann sich also vollkommen auf diese außergewöhnlichen Begegnungen konzen- trieren. Über den Winter sind zudem auch erwachsene Engelhaie anzutreffen. Außer- dem leben hier Kraken, Sepien, Muränen, Zackenbarsche und ein beeindruckend gro- ßer Goldstriemenschwarm. Am Tauchplatz Muschelbank darf man Barrakudaschwärme und Stachelrochen erwarten, dazu Felder mit Steinkorallen sowie „Anemonenwiesen“. Regelmäßig geht es zudem ans Kleine und Große Muränenriff, den wohl bekanntesten Tauchplätzen von Jandia.

Auf Jandia reihen sich – ein Markenzeichen der Insel – kilometerlange goldgelbe Traumstrände aneinander.

Jandia Weiter geht es Richtung Südwes- ten. Bei Jandia gibt es zwei Tauchbasen von Ocean World. Beim Hotel Esquinzo Beach leiten Birgit und Roland Rabold eine Basis. Neben den Hotelgästen kommen viele ihrer Taucher auch von anderen Hotels in der Umgebung. Die zweite Ocean-World-Basis, geleitet von Siegfried Wende, befindet sich im Resort Magic Life. Ein halbes Dutzend Tauchplätze stehen auf dem Programm.

FuerteventuraDie bekanntesten und gern auch von den anderen Tauchbasen besuchten sind neben Hafen und Muschelbank das Große und Kleine Muränenriff. Diese beiden können von Land oder vom Boot aus betaucht wer- den. In Tiefen von 15 bis 40 Meter zeigt sich eine ziemliche Vielfalt an Fischen. Große, an Taucher gewöhnte und fast schon „zahme“ Zackenbarsche sind am Muränenriff ein Teil der Attraktion. Zudem gibt es beste Chancen auf Engelhaie und Rochen, so gut wie sicher sind Begegnungen mit Barrakudas und Trompetenfischen. Mit etwas Glück entdeckt man Zitterrochen oder auch mal einen Schmetterlingsrochen und auf Sand- flächen leben Röhrenaalkolonien. Natürlich fehlen die namensgebenden Muränen nicht. Ein sehr lohnenswerter Tauchplatz ist auch von diesen Tauchbasen aus der Hafen Morro Jable. Jenseits der Wellenbrecher, die bis etwa sechs Meter Tiefe reichen, folgt ein Felshang und darauf eine Sandfläche mit Röhrenaalen. In dem gesamten Gebiet sieht man ebenfalls immer wieder Engelhaie und Rochen. Schulen von Goldstriemen und Bastard-Grunzer streifen umher und Trompetenfische sind auch zuverlässig anzutreffen.

Morro Jable Unsere letzte Station liegt ein kleines Stück westlich von Morro Jable und eröffnet Tauchgänge bis in das Gebiet von Punta de Jandia, der äußersten Südwestspitze Fuerteventuras. Ausgangs- punkt dafür ist die Tauchbasis von Stefan Heidler und Elke Jochmann. Sie befindet sich auf dem Gelände des Robinson Club Jandia Playa, dem allerersten Robinson Club überhaupt. Der liegt unmittelbar an einem breiten, gefühlt unendlich langen Traumstrand.

Zu den regelmäßig besuchten Plätzen der Tauchbasis gehören natürlich Kleines und Großes Muränenriff, die in wenigen Minuten mit dem Boot erreicht werden, sowie Muschelbank und Mole oder Cabazon mit seinen vielen Kleintieren. Doch darüber hinaus steht auch die Westspitze der Landzunge auf dem Programm. Allein dort, in der Zone bis Punta Jandia, hat man sieben Tauchplätze. Zum Beispiel El Griego, einer der Spots, die bei einem Tagesausflug mit zwei Tauchgängen inklusive Mittagspause in einem landestypischen Restaurant am Meer angeboten werden. Das Felsriff von El Griego zieht sich vom Flachbereich bis in 100 Meter Tiefe. In dem zerklüfteten Felsareal mit eingestreuten Sandflächen dreht es sich vor allem um den ansehnlichen Bewuchs und die vielen Kleintiere. Die Tauchbasis hat auch tiefere Tauchplätze zu bieten, etwa nahe bei El Puertito in 50 Meter Tiefe das Wrack „El Ballester“.

Interessierte benötigen hierfür allerdings ein Brevet für Dekompressions- tauchgänge. Das alte, etwa 35 Meter lange Segelschiff ist durch einen Brand gesunken, dabei wurden die Aufbauten zerstört. Überreste der geladenen Agrarmaschinen sind noch zu sehen. Das Wrack ist gut bewachsen und zu einem Anziehungspunkt für eine Menge Fische geworden. Die Basis offeriert zudem technisches Tauchen, etwa bei dem Spot El Azul mit noch einmal deutlich tieferen Abstiegen. Und wenn die Wetterverhältnisse es erlauben, sind sogar Tauchgänge an der Westseite Fuerteventuras möglich, so am Tauchplatz Ajuy.

WASSERSPORTPARADIES 

Fuerteventura

Fuerteventura 

Text // Florian Spieth

300 Tage Wind pro Jahr, ewig währender Sonnenschein und eine Spotvielfalt, die ihresgleichen sucht: Fuerteventura ist das europäische Juwel für Kitesurfer und Windsurfer.

Der südöstlichste Außenposten der Europäischen Union liegt direkt vor der afrikanischen Küste im Atlantik. Die Kanaren gelten durch ihr ganz- jährig angenehm warmes Klima als beliebte Reisedestination und sind durch hervor- ragende Flugverbindungen schnell vom europäischen Festland zu erreichen. Für Kite und Windsurfer haben sie eine ganz besondere Anziehungskraft, allen voran die wohl windigste Insel des Archipels: Fuerteventura. Die Windsaison erstreckt sich hier nahezu über das gesamte Jahr und sowohl Wellenfans als auch Flachwasserpiloten kommen voll auf ihre Kosten.

playa la barcaFür das einzigartige Klima verantwortlich sind die gleichbleibende Meeresströmung, der Kanarenstrom und der stetige Nordost- passatwind. Genau dieser Passat beschert Fuerteventura auch seine einmaligen Wassersportbedingungen, besonders im Süden der Insel, wo sich mit Sotavento der wohl bekannteste Spot Fuerteventuras befindet.

Hier wird der Wind zwischen den hoch aufragenden Bergzügen beschleunigt. Je nach Stärke und Jahreszeit präsentiert er sich unterschiedlich konstant bis böig. Zwischen Juni und September bläst der Wind mit mindestens vier Beaufort im Schnitt mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 bis 90 Prozent, in den Monaten April, Mai und Oktober liegt die Windwahrscheinlichkeit noch bei beachtlichen 70 bis 80 Prozent. Von Oktober bis März fällt die Ausbeute etwas geringer aus, aber selbst dann kann man statistisch noch jeden zweiten Tag aufs Wasser (50 bis 60 Prozent).

Am traumhaften und kilometerlangen Sandstrand von Sotavento befindet sich mit der René-Egli-Station das wohl beliebteste und größte Kite- und Windsurfcenter der Welt. Die Besonderheit dieses Spots: Es gibt direkt auf dem Strand eine gezeitenabhängige Lagune, die sich vor dem Hotel Melia Gorriones und dem Center etwa vier Kilometer nach Süden erstreckt.

Bei Voll- oder Neumond ist der Tidenstand am höchsten und die Lagune mit Wasser gefüllt. In der Regel surft man aber auf dem offenen Meer. Dank eines professi- onellen Rescue-Systems muss niemand Angst haben, durch den leicht schräg ablandig wehenden Wind abgetrieben zu werden. In der direkten Nachbarschaft steht seit diesem Jahr mit Matas Blanca ein weiterer Topspot zur Verfügung. Einen Stehbereich findet man hier zwar nicht vor, dafür aber eine spiegelglatte Flachwasserpiste, die Freestylern und Cruisern ein Lächeln der Begeisterung auf das Gesicht zaubern wird.

Die gerade neu errichtete Kitestation ist mit Material von Gaastra ausgestattet und bietet zudem viel Platz sowie alle nötigen Annehmlichkeiten für einen völlig entspann- ten Strandtag.

Der Norden Fuerteventuras präsentiert sich dagegen als Paradies für Individualreisende und für Wellenexperten. Tagsüber stehen zahlreiche Buchten und Strände zum Surfen zur Auswahl, abends herrscht dann Partystimmung in Corralejo.

FuerteventuraDieser Ort hat sich im Laufe der Jahre von einem Fischerdorf zu einer pulsierenden Partyhochburg entwickelt und bietet mit dem Flag Beach einen breiten Sandstrand, der sowohl Flachwasser- als auch Wellenbedin- gungen auffährt. Die ansässige Kite- und Windsurfstation ist mit Kites und Boards der Marken North Kiteboarding, North Windsurfing und Fanatic ausgestattet und stellt allen Miet- kunden an windlosen Tagen Wellenreitboards und SUPs kostenlos zur Verfügung. Das Revier gehört zu den beliebtesten auf der Insel, wo- durch es bei guten Windbedingungen auf dem Wasser schnell voll werden kann.

Die Nordküste hält hingegen so zahlreich weitere Spots bereit, dass man sich hier nirgends auf die Füße treten muss. Mitunter ist der Einstieg durch das scharfkantige Lavagestein zwar etwas tricky, dafür kann man eine einsame Session vor atemberau- bender Kulisse erleben, zum Beispiel vor dem Leuchtturm Faro de Tostón.

Zwischen den Felsen sind hier bei Nordost- wind einige Schläge möglich, jedoch ist die Fläche auf einige wenige Wassersportler limitiert. Zwischen dem Faro de Tostón und dem Flag Beach finden sich einige wei- tere schöne Spots, die besonders in den Wintermonaten Big-Wave-Bedingungen bereithalten.

Als Big-Wave-Schmiede für fortgeschrittene Surfer hat sich El Cotillo am westlichsten Ende der Nordküste einen Namen gemacht. Am Fuße des hoch auf den Klippen thronen- den, verschlafenen Dorfes laufen bei ent- sprechendem Swell endlos wirkende Lines in die Bucht herein, die durchaus amtliche Größe erreichen. Vorsicht ist hier gleich aus zwei Gründen geboten: Zum einen sitzen bei guten Bedingungen auch zahlreiche Wellenreiter im Wasser, die durchaus mal unentspannt reagieren, wenn man ihnen jede Welle klaut. Zum anderen brechen die Wellen close-out und teilweise hohl mit viel Druck.

Ob Single-, Pärchen- oder Familienreise, Cruiser, Freestyler oder Wavesuchende: Fuerteventura bietet für jede Vorliebe genau die passende Option und zieht mit der bizarren Wüstenlandschaft sowie dem niemals endenden Sommer jeden Besucher in seinen Bann.

Die Nordküste hält zahlreiche Spots bereit, dass man sich hier nirgends auf die Füße treten muss.

Fuerte By Bike

Fuerteventura

Text // Niels-Gerrit Horz

Vom Strand aufs Rad: Die Kanareninsel braucht sich nicht zu verstecken, wenn es ums Biken geht.

Fuerteventura ist bekannt für seine Strände, von denen sich Wasser-sportler ganzjährig in die Fluten des Atlantik stürzen. Doch bietet auch die Insel selbst Möglichkeiten, aktiv zu sein – hier kom- men zum Beispiel Biker ganz auf ihre Kosten.

Im Herzen der Insel sind die Strecken stau- big und trocken – ganz klar eine Herausfor- derung, da Fuerteventuras Klima und Flora sich irgendwo zwischen Halbwüste und Wüste bewegt. Dennoch ist die Kanarenin- sel kein brennender Hexenkessel, denn aufgrund des Passatwindes herrschen ganzjährig milde Temperaturen, weswegen sie auch „Inseln des ewigen Frühlings“ genannt wird. Im Norden der des Eilands kann man lange Ausfahrten machen und dabei viel von der einheimischen Kultur erleben. Oder man tritt seinen Weg bis zur malerischen Westküste an und macht einen Abstecher ins Betancuria-Massiv. Die Wege sind weit und meistens nur wenig befahren, wodurch ein angenehmer Kontrast zu den Ballungs- gebieten an der Küste entsteht.

FuerteventuraEin idealer Startpunkt ist die im Norden gelegene Ortschaft Corralejo. Dieser, von Dünen und Vulkankratern umrahmte Touristenort bietet neben Unterkünften und Bike-Verleihen alles, was man braucht. Hier, bei moderatem Gelände, kann man sich gut ausprobieren. Da im Sommer meist ein starker Wind von Norden kommt, hat man bei der Ausfahrt in der Regel Rückenwind. Interessant ist die Strecke entlang der Vulkankette südwestlich von Corralejo. Sie führt auf etwa 200 Meter hoch und bietet, nach einem kurzen Fußweg, die Möglichkeit, auf dem Calderon Hondo zu stehen. Dort hat man einen tollen Ausblick

über die ganze nördliche Insel, Los Lobos sowie auf Lanzarote. Natürlich kann man auch die Strecke bis zur Westküste ziehen, denn die Region um die historisch bedeu- tendste Stadt Fuerteventuras, Betancuria (bei einer Höhe von 395 Meter), ist ein idealer End- oder Rastpunkt. Auf dem Weg entdeckt man den Charme der Insel, der den meisten Strandurlaubern verborgen bleibt. In den Bergen kann man bei der Rundtour von Betancuria über Pájara und Antigua insgesamt 1.060 Meter auf- und 1.192 Meter absteigen. Das Fuerteventura langweilig und flach ist, stimmt also nicht. Richtig interessant wird es jedoch erst, wenn man den südlichen Teil der Inselins Auge fasst: die Halbinsel Jandía. Eine etwas anspruchsvollere Etappe bietet die Tour bis nach Costa Calma. Von Betan- curia über Pájara nach Ajuy und zurück nach Pájara, danach über den Pasos (482 Meter) nach Cardon und zum Endpunkt Costa Calma. Hier kann man richtig arbei- ten, denn das Gelände steigt wesentlich höher an. Von hier aus ist es auch nicht mehr weit bis zum Pico de la Zarza, dem höchsten Berg der Insel (807 Meter), dem man bei der Gelegenheit auch noch auf den Zahn fühlen sollte.

Fuerteventura ist nicht die typische Mountainbike-Destination, doch eine Ent- deckungstour lohnt sich und man wird mit ein paar klasse Ausfahrten belohnt.

Verleger & Herausgeber Alexander Lehmann Verlag Terra Oceanis Verlags GmbH & Co. KG Klausdorfer Weg 167 | 24148 Kiel
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Redaktion Matthias Bergbauer, Florian Spieth, Niels-Gerrit Horz Editorial Design Outline-Graphix (UG)
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Fotografen Kristina Rodewig, Manuela Kirschner, Fovito/fotolia.com Olivia Buschmann, Stefan Heidler, NOBILE, PWA/John Carter
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